Erste Schritte im Trauerfall

Wenn ein Angehöriger verstirbt, sind viele Hinterbliebene zunächst überwältigt von dem Verlustgefühl und der Trauer. Dennoch besteht ein akuter Handlungsbedarf. Genau dann stehen wir Ihnen mit „Rat und Hilfe“ zur Seite. Zunächst am Telefon, für alle Fragen, die für Sie dringlich erscheinen, aber dann auch in Ruhe zum Beratungsgespräch.

Nachfolgende Informationen geben einen Überblick über die „ersten Schritte“, da sich die Anforderungen auch nach den Umständen des Todes und dem Sterbeort richten.


Todesfall zu Hause

  • Benachrichtigung des Hausarztes: Bei jedem Verstorbenen muss der Tod durch einen Arzt festgestellt und durch den ärztlichen Totenschein attestiert werden. Sollte der Hausarzt nicht erreichbar sein, rufen Sie bitte einen Notarzt über den Notruf 112. Der ausgestellte Totenschein verbleibt beim Verstorbenen und wird später vom Bestatter mitgenommen.
  • Benachrichtigung des Bestatters: Sie erreichen uns rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen. Wir besprechen dann alles Weitere mit Ihnen.
  • Zeitpunkt der Abholung: Es besteht jedoch kein Zwang, dass wir sofort kommen und den Verstorbenen mitnehmen müssen. Laut Thüringer Bestattungsgesetz muss der Verstorbene, vom Zeitpunkt des Ablebens gerechnet, lediglich innerhalb von 48 Stunden in einen Kühlraum verbracht werden. Sie haben also also ein Recht zu warten, sich in Ruhe zu verabschieden und auch Angehörige, die nicht sofort vor Ort sein können, bekommen ggf. die Möglichkeit sich noch am Sterbebett zu verabschieden.
  • Eigene Kleidung oder Sterbetalar: Sofern der Verstorbene nicht bereits von Ihnen selbst oder durch Pflegedienstkräfte noch einmal angezogen wurde, legen Sie bitte die Kleidung bereit, die wir dem Verstorbenen anziehen sollen. Aus Gründen des Umweltschutzes sind jedoch keine Schuhe zugelassen und die verwendeten Stoffe sollten größtenteils aus Naturfasern bestehen. Alternativ können wir aber auch zur Einbettung einen unserer sog. Sterbetalare ankleiden.
  • Mitgabe wichtiger Dokumente: Geben Sie den ärztlichen Totenschein unseren Kollegen bei der Abholung des Verstorbenen mit. Sie können auch gern schon weitere wichtige Dokumente bereithalten und mitgeben. Lesen Sie hier weiter, welche Dokumente noch wichtig sind.

Todesfall in Senioreneinrichtung oder Hospiz

  • Benachrichtigung eines Arztes: wird Ihnen durch das Pflegepersonal abgenommen.
  • Benachrichtigung des Bestatters: Auch wenn viele Angehörige oftmals schon bei der Unterbringung eines Verwandten unser Unternehmen als das zu verständigende Bestattungsunternehmen angegeben haben, kommt es gelegentlich vor, dass wir erst mit erheblicher Verzögerung, durch das Personal benachrichtigt werden. Auch ist die Weitergabe der Kontaktdaten Hinterbliebener durch das Pflegepersonal an uns nicht immer gewährleistet. Wir empfehlen daher allen Angehörigen uns schon einmal telefonisch zu informieren. Sie erreichen uns rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen. Wir besprechen dann alles Weitere mit Ihnen.
  • Zeitpunkt der Abholung: Weiterhin gilt gemäß Thüringer Bestattungsgesetz die 48-Stunden-Frist, weshalb gesetzlich keine unverzügliche Überführung des Verstorbenen nötig ist. Sprechen Sie also mit den Pflegekräften, falls Sie selbst mehr Zeit möchten oder weitere Angehörige sich noch am Sterbebett verabschieden wollen. Auch können somit eventuelle Abend- bzw. Nachtzuschläge für das Überführungspersonal vermieden werden.
  • Eigene Kleidung oder Sterbetalar: Sofern der Verstorbene nicht bereits durch die Pflegedienstkräfte noch einmal angezogen wurde, legen Sie bitte die Kleidung bereit, die wir dem Verstorbenen anziehen sollen. Aus Gründen des Umweltschutzes sind jedoch keine Schuhe zugelassen und die verwendeten Stoffe sollten größtenteils aus Naturfasern bestehen. Alternativ können wir aber auch zur Einbettung einen unserer sog. Sterbetalare ankleiden.
  • Mitgabe wichtiger Dokumente: Belassen Sie den ärztlichen Totenschein, die Krankenversicherungskarte und den Bundespersonalausweis des Verstorbenen in der Pflegeeinrichtung, unsere Kollegen nehmen diese dann bei der Abholung des Verstorbenen mit. Lesen Sie hier weiter, welche Dokumente noch wichtig sind.

Todesfall im Krankenhaus

  • Totenschein: wird durch einen Arzt im Krankenhaus ausgestellt.
  • Benachrichtigung des Bestatters: In der Regel wird kein Bestatter vom Krankenhauspersonal benachrichtigt, daher melden Sie sich bitte telefonisch bei uns. Sie erreichen uns rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen. Wir besprechen dann alles Weitere mit Ihnen.
  • Abschiednahme und Kühlung im Krankenhaus: In Krankenhäusern werden die Verstorbenen nach Ihrem Besuch auf der Station in die krankenhauseigenen Kühlräume verbracht. Auch danach besteht in den Krankenhäusern in der Regel noch die Möglichkeit eine Abschiednahme vom Verstorbenen bereits vor Ort durchzuführen.
  • Zeitpunkt der Abholung: Als Bestatter können wir in Krankenhäusern aus Infektionsschutzgründen grundsätzlich nicht auf Station und auch zu den Kühlzellen gelangen wir erst mit einem unterschriebenen Bestattungsauftrag der Hinterbliebenen. Die Abholung des Verstorbenen führen wir zeitnah nach der schriftlichen Auftragserteilung durch. 
  • Eigene Kleidung oder Sterbetalar: Sie können zum Beratungsgespräch auch gern Kleidung mitbringen, die wir dem Verstorbenen anziehen sollen. Aus Gründen des Umweltschutzes sind jedoch keine Schuhe zugelassen und die verwendeten Stoffe sollten größtenteils aus Naturfasern bestehen. Alternativ können wir aber auch zur Einbettung einen unserer sog. Sterbetalare ankleiden.
  • Mitgabe wichtiger Dokumente: Nur der Totenschein sollte beim Verstorbenen verbleiben. Nehmen Sie alle persönlichen Gegenstände aus dem Krankenhaus mit und bringen Sie die alle relevanten Dokumente zum Beratungsgespräch mit ins Bestattungsinstitut. Lesen Sie hier weiter, welche Dokumente noch wichtig sind.

Hinweise zur freien Bestatterwahl, auch bei ungeklärten oder unnatürlichen Todesursachen

Kann die Todesursache durch den Arzt nicht zweifelsfrei festgestellt werden (z.B. nach einer OP oder einem Sturz) oder liegt eine unnatürliche Todesursache (z.B. bei Verkehrsunfällen) vor, so wird die Polizei hinzugezogen, welche eigene Ermittlungen aufnimmt.

Teilweise wird dabei, auch ohne Rücksprache mit den Angehörigen, durch die ermittelnden Polizeibeamten ein für die jeweilige Staatsanwaltschaft im Bereitschaftsdienst befindlicher Fuhrdienstleister oder Bestattungsdienstleister (nur zum Zweck dieser Notüberführung) beauftragt. Auch wenn diese Notüberführung durch ein anderes Unternehmen ausgeführt wurde, besteht für Hinterbliebene kein Zwang die nachfolgenden Bestattungsleistungen auch durch diesen Dienstleister erledigen zu lassen.

Es ist in solchen Fällen gängige Praxis, vom Fuhrdienstleister oder Fremdbestatter übernehmen, ggf. auch Dokumente und persönliche Gegenstände entgegennehmen, sowie alle weiteren Erledigungen bzgl. des Sterbefalls in die Wege leiten, sobald wir schriftlich beauftragt sind und die staatsanwaltliche Bestattungsfreigabe ausgestellt wird.

Da es leider gelegentlich zur Verunsicherung der Hinterbliebenen kommt, sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass auch falls Bestattungsdienstleister oder Dritte mit zweifelhaftem Geschäftsgebaren versuchen sollten die tragische Lage zu nutzen und Ihnen etwas anderes suggerieren möchten, gilt der Grundsatz:

Sie haben als Angehörige, ganz gleich welche Todesumstände bestehen, die freie Wahl, welches Bestattungsunternehmen den Bestattungsauftrag erhält.