Waldbestattungen

Als letztes Bundesland in Deutschland erlaubte Thüringen durch eine Gesetzesänderung im Jahr 2016 die Einrichtung von Bestattungswäldern. Seitdem erfreuen sich Waldbestattungen auch im Bereich Erfurt und Weimar großer Beliebtheit.

Bestattungswälder, auch Ruhewälder genannt, haben keine feste Einfriedung, wie eine Mauer, markankte Hecke oder Zaun. Der natürliche Charakter eines Waldes soll stets erhalten bleiben. Daher gibt es auch keine befestigten oder geräumten Pfade von den bestehenden Waldwegen bis hin zur letzten Ruhestätte. Bäume, an deren Wurzeln Urnen beigesetzt wurden, erhalten kleine Kennzeichnungen und Namensschilder. Kennzeichnungen, eigene Bepflanzungen gar Namensplatten im Boden, wie bei Baumgräbern auf Friedhöfen üblich, sind dagegen nicht gestattet. Gleiches gilt für die Ablage von Trauerfloristik. Auch bei der Wahl der Schmuckurnen und Urnenkapseln bestehen besondere Auflagen.

Als erster Bestattungswald in Thüringen eröffnete der „Ruhewald Wallbach“ bei Wasungen, welcher seither Kommunal geführt wird. Darüber hinaus gibt es Unternehmen wie die FriedWald GmbH und die RuheForst GmbH, welche deutschlandweit Bestattungswälder betreiben und die Organisation der Bestattungen im Wald übernehmen.

FriedWald

In Thüringen eröffneten im April 2018 der FriedWald Bad Berka und im Oktober 2020 der FriedWald Rudolstädter Hain und erhalten seitdem einen regen Zuspruch. Weitere Informationen zu diesen beiden Standorten und dem FriedWald-Konzept finden Sie auf den jeweiligen Webseiten

https://www.friedwald.de/waldbestattung-bad-berka und

https://www.friedwald.de/waldbestattung-rudolstaedter-hain

RuheForst

Seit Dezember 2020 steht mit dem RuheForst Marienthal bei Eckartsberga ein weiterer Ruhewald in unserer Region für Waldbestattungen zur Verfügung. Weitere Informationen zum RuheForst-Konzept sowie zum RuheForst Marienthal finden Sie unter

https://www.marienthal-ruheforst.de/